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Weisweiler: Müllverbrennungsanlage Weisweiler: Tonnenweise Müll aus Neapel

Weisweiler : Müllverbrennungsanlage Weisweiler: Tonnenweise Müll aus Neapel

Seit August sind mehrere Tausend Tonnen Hausmüll aus der italienischen Hafenstadt Neapel zur Entsorgung in die Müllverbrennungsanlage Weisweiler gebracht worden.

Die Anlage in Weisweiler ist eine von fünf nordrhein-westfälischen Anlagen, die Hausmüll aus Neapel entsorgen. Insgesamt wurden bislang rund 28 000 Tonnen Hausmüll aus Italien nach NRW gebracht.

Wie ein Sprecher der Müllagentur Returo am Donnerstag in Bonn mitteilte, soll sich die Gesamtmenge auf 69.500 Tonnen Abfall belaufen. Bis Ende November werde der Abfall an die Müllverwertungsanlagen in Weisweiler, Kamp-Lintfort, Herten, Köln und Düsseldorf verteilt. Danach werde der Müll aus Italien zu den Müllverwertungsanlagen in Bonn, Leverkusen und Wuppertal gebracht.

Die Abfälle kommen in Containern per Bahn nach NRW und werden anschließend per Lkw zu den Anlagen transportiert. Unmittelbar vor der Verladung des Hausmülls in geschlossene Container wird die Fracht auf Radioaktivität geprüft. Im August war ein Container wegen schwach-radioaktiver Strahlung beanstandet und zurück nach Italien geschickt worden. Danach seien die Transporte ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte der Returo-Sprecher. Allerdings seien von bisher geprüften 2900 Containern insgesamt sieben bereits in Neapel zurückgewiesen worden, weil leichte Strahlenwerte festgestellt worden seien.

Die Lieferung von Abfällen aus Neapel geht zurück auf ein Hilfeersuchen der italienischen Regierung an die Bundesrepublik Deutschland. Auch die in Bonn und Leverkusen ansässige Firma Returo hatte daraufhin einen Vertrag mit dem Sonderkommissariat in Neapel über die Lieferung und Verwertung von Hausmüll abgeschlossen.