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Aachen: Moderner TH-Look wird immer beliebter

Aachen : Moderner TH-Look wird immer beliebter

Im taillierten RWTH-T-Shirt macht die junge Studentin eine gute Figur. Gerade in der Vorlesung schrieb sie noch mit ihrem RWTH-Kuli auf ihrem RWTH-Schreibblock. Jetzt fängt es an zu nieseln: Sie zieht sich den RWTH-Windbreaker über und spannt den Schirm auf. Auch darauf prangen vier große Buchstaben. Sieht so die Studentin der Zukunft aus?

Ginge es nach Toni Wimmer, dann auf jeden Fall. Der Pressesprecher der Aachener Hochschule ist überzeugt davon, dass sich die Aachener Studierenden zunehmend mit ihrer Alma mater identifizieren. Die Zahlen der verkauften Merchandising-Artikel scheinen ihm Recht zu geben: Gingen 2004 etwa 5000 T-Shirts, Krawatten, Schirme und Stifte mit RWTH-Logo über die Ladentheke, waren es 2005 schon rund doppelt so viele. „Das wird sehr gut angenommen”, freut sich Wimmer.

Gleicher Meinung ist auch Manfred Xhonneux, der in seinem Sportgeschäft an der Neupforte seit zwei Jahren das immer größer werdende Sortiment vorrätig hat. Es gebe unter den Studierenden mittlerweile ein „anderes Bewusstsein”, ist sich der gebürtige Aachener sicher: Hätten sie es früher abgelehnt, „Reklame für ihre Uni zu laufen”, so seien mittlerweile immer mehr von ihnen stolz darauf, an der Aachener Hochschule zu studieren.

Das altbackene „Karlssiegel” als Logo habe längst ausgedient - nun gelte es, die RWTH „als junge, moderne und innovative Hochschule” darzustellen, betont Wimmer. Zu diesem Zweck arbeitet die RWTH seit langem mit dem Designer und emeritierten FH-Professor Klaus Endrikat zusammen. Dahinter steht freilich auch der gestiegene Druck auf die Universitäten, sich unter verschärften Wettbewerbsbedingungen zu vermarkten. Es sei notwendig, so Wimmer, „die eigene Hochschule nach außen hin stärker zu profilieren, auch mit entsprechenden Produkten”. Und so wie die RWTH in Forschung und Lehre auf Qualität setze, sei dies auch bei den Merchandising-Artikeln der Fall.