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Düsseldorf: Mit Wind und Wasser zurück zur Natur

Düsseldorf : Mit Wind und Wasser zurück zur Natur

Am Pfingstmontag, 28. Mai, öffnen die Mühlen im Rheinland und in Westfalen ihre Pforten. Zum 14. Deutschen Mühlentag erwarten die Veranstalter wieder tausende Besucher. Mehr als 120 Naturkraftwerke zwischen Rhein und Weser können erkundet werden.

Während Wassermühlen weite Teile der nordrhein-westfälischen Mühlenlandschaft dominieren, setzten die Müller am Niederrhein vor Jahrhunderten mehr auf die Windkraft. Zu den wohl ältesten Naturkraftwerken des Landes zählt die Wassermühle Nenkersdorf im siegerländischen Netphen. Sie wurde erstmals im Jahr 1240 urkundlich erwähnt und ist auch heute noch voll funktionstüchtig.

Als erste Mühle an der Ruhr gilt die Schleimer Mühle in Winterberg. Sie stammt aus dem Jahr 1332 und befindet sich seit Generationen in Familienbesitz. Im Inneren der Schrofmühle in Wegberg können Besucher bei der Herstellung von Öl zusehen. Zehn verschiedene Sorten Mostrich und mehr als 160 Gewürze werden auch heute noch in der Alten Senfmühle in Erkelenz hergestellt.

Viele Mühlen wurden über die Jahre innen und außen gründlich überholt. Während einige von ihnen heute nur noch als Museum genutzt werden, drehen sich in anderen weiter die Mahlsteine. Das frisch gemahlene Mehl wird meist gleich nebenan, in einem angegliederten Backhaus, zu frischem Brot weiterverarbeitet.