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Minister fordern besseren Schutz vor Chemieunfällen

Minister fordern besseren Schutz vor Chemieunfällen

Düsseldorf. Nach der Serie von schweren Chemieunfällen in NRW mit 168 Verletzten allein im August haben zwei Minister der Landesregierung drastische Verschärfungen der Sicherheitsbestimmungen gefordert.

In der „Bild”-Zeitung setzt sich Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) dafür ein, die geruchslosen CO2-Gase aus Feuerlöschanlagen mit Geruchsstoffen zu versetzen, damit sie im Fall eines Austretens auch wahrnehmbar seien.

Ein Unfall mit diesen Gasen hatte unlängst in Mönchengladbach 109 Menschen zum Teil schwer verletzt.

Uhlenberg fordert darüber hinaus die Installation von mehr Sirenen in der Nähe von Chemiestandorten sowie eine Informationspflicht der Chemieindustrie gegenüber ihren Nachbarn.

Landesinnenminister Ingo Wolf (FDP) setzt auf Dekontaminations-Container und ABC-Spürtrupps der Feuerwehr. Bis Mitte 2009 sollen die ersten 20 Entgiftungs-Container geliefert werden, in denen pro Stunde 50 Verletzte behandelt werden können. Mittelfristig sollen alle 54 NRW-Kreise und kreisfreien Städten damit ausgestattet werden.

An diesem Mittwoch tagt im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium erstmals eine Expertenrunde, die sich mit der Unfallserie in Nordrhein-Westfalen befasst.