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Aachen: Millionenbetrüger schröpften Großinvestoren

Aachen : Millionenbetrüger schröpften Großinvestoren

Die Polizei hat drei mutmaßliche Anlagebetrüger in Aachen festgenommen, die von Großinvestoren Millionen abkassiert haben sollen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) von Dienstag versprach das Trio die Vermittlung von Krediten für Großprojekte wie Kreuzfahrtschiffe und Windkraftanlagen.

Die Kunden zahlten Vorausgebühren, ohne dass die Verdächtigen eine Gegenleistung erbrachten. Ermittler stellten auf einem Aachener Konto 2,5 Millionen Euro eines österreichischen Anlegers sicher.

Es gebe Anzeichen, dass die beiden Jüngeren die Geschäfte vermittelten und der 71-Jährige sein Konto zur Verfügung gestellt habe. Zur Zahl der geprellten Anleger und zur Höhe der Schadenssumme kann die Polizei noch keine Angaben machen.

Gegen die drei Männer im Alter von 46, 49 und 71 Jahren wurde Haftbefehl erlassen. Der Millionenbetrag befand sich auf dem Konto des 71-Jährigen in einem Aachener Geldinstitut. Der in den Niederlanden wohnende Mann wollte das Geld bar abholen. Ein Bankangestellter hatte die verdächtigen Transaktionen auf dem Konto bemerkt und Verdachtsanzeige beim LKA erstattet.

Zu den Umständen der Festnahme machte das LKA keine Angaben. Bei Durchsuchungen in drei Häusern stellten die Ermittler Beweismaterial sicher, das nun ausgewertet werden soll.