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Köln: Meisner: Karnevalskostüme sind in Gottesdiensten nicht erlaubt

Köln : Meisner: Karnevalskostüme sind in Gottesdiensten nicht erlaubt

Kostüme sind in Messen zur Karnevalszeit im Erzbistum Köln nicht erlaubt. Uniformen und Trachten von Karnevalsgesellschaften dürfen aber im Gottesdienst getragen werden, wie aus einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten Handreichung über Brauchtums- und Mundartmessen hervorgeht, die Kardinal Joachim Meisner den Pfarrern zusandte.

Predigten können danach in Mundart gehalten werden, solange sie der Verkündigung dienen und von Büttenreden zu unterscheiden sind. Auch Kirchenlieder dürfen laut Handreichung auf Platt gesungen werden. Von der Mundart ausgeschlossen sind liturgische Texte, die die Kirche approbiert hat und damit verbindlich sind. Dazu zählen das Hochgebet oder biblische Lesungen. Begrüßung und Schlussworte dürfen dagegen mundartlich gestaltet sein.

Uniformen und Trachten sind nach dem Papier erlaubt, weil sie wie bei Schützen oder Feuerwehrleuten Bestandteil eines Brauchtums sind. Für Kostüme im Sinne einer Verkleidung gelte dagegen, was für alle offiziellen Anlässe üblich sei: „Die Kleidung soll dem Anlass angemessen sein, im Gottesdienst zumal.” Die Handreichung basiert auf Vorschriften, die schon 1979 im Amtsblatt des Erzbistums veröffentlicht wurden. In Karnevalsregionen wie dem Rheinland werden häufig „jecke Messen” etwa zu Beginn der Session gefeiert.