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Köln: Meisner drohte Niederlage gegen Beck

Köln : Meisner drohte Niederlage gegen Beck

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat nach Zeitungsberichten im Gerichtsstreit mit dem Grünen-Politiker Volker Beck auf eine Niederlage zugesteuert und deshalb einem Vergleich zugestimmt.

Wie die „Kölnische Rundschau” am Mittwoch berichtet, hatten Richter des Landgerichts Berlin erklärt, dass Becks „Hassprediger”-Vorwurf gegen Meisner nach ihrer Einschätzung keine Schmähkritik oder Beleidigung sei. Der Kardinal muss nun die Gerichtskosten tragen. Sie belaufen sich nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeigers” auf 10.000 Euro.

Beck hat zugesichert, den Begriff „Hassprediger” nicht mehr zu benutzen. Dies hatte er allerdings auch schon im November angekündigt. Seine inhaltliche Kritik an Meisner hält der Fraktionsgeschäftsführer der Grünen aufrecht.

Der Erzbischof hatte in einer Predigt von „verderblichen” Modellen des sexuellen Zusammenlebens gesprochen, woraufhin er von Beck als „Hassprediger” bezeichnet wurde. Gegen diesen Begriff erwirkte Meisner vor dem Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung, wogegen Beck wiederum vor dem Landgericht Berlin klagte.