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"Mehr Akribie für mehr Qualität"

"Mehr Akribie für mehr Qualität"

Rüsselsheim/Aachen (an-o/hele) - Bei Qualität und Kundenzufriedenheit sieht Opel-Chef Carl-Peter Forster noch Verbesserungspotenzial. Japanische Tugenden wie akribisches und konsequentes Umsetzen sollen dabei helfen.

Nachrichten: Opel-Autos schneiden in Dauertests der Fachpresse zunehmend positiv ab. Im JD Power Report, der die Zufriedenheit der Kunden ermittelt, gab es dagegen vor kurzem höchstens durchschnittliche Noten. Was können die deutschen Hersteller von den siegreichen Japanern lernen?
Forster: Wir haben Qualität zu unserem obersten Ziel gemacht. Die Ergebnisse zeigen sich jetzt langsam. Das freut uns. Was wir von den Japanern lernen können, ist, denke ich, die Akribie und Konsequenz bei der Umsetzung der Qualitätskontrollen sowie deren Einfachheit und Transparenz für die Mitarbeiter. In unseren neuen Werken haben wir diese Punkte ganz besonders berücksichtigt.

Nachrichten: Ausgesprochen schlecht scheint es um die Arbeitsleistung der Opel-Werkstätten zu stehen. Von acht getesteten erhielt nur eine das Prädikat empfehlenswert. Wie passt das in die groß propagierte Opel-Qualitätsoffensive?
Forster: Wir messen der Kundenzufriedenheit im Werkstattbereich große Bedeutung bei. Deshalb haben sich Opel und seine Partner gemeinsam dafür entschieden, die Teilnahme an solchen Tests und die Umsetzung eines Qualitätssicherungsprozesses in der Werkstatt zu festen Bestandteilen der seit 1. Oktober geltenden neuen Service-Verträge zu machen. Dadurch werden wir verstärkt sicherstellen, dass die gemeinsam festgesetzten Kriterien und Qualitätsstandards auch eingehalten werden.