Aachen: Matinee im Grenzlandtheater: Fabio Piana erhält Nachwuchsförderung

Aachen: Matinee im Grenzlandtheater: Fabio Piana erhält Nachwuchsförderung

Mit einem Überraschungspaket zum ersten Advent hat das Grenzlandtheater Aachen am Samstag seine Gäste beim Theater-Talk anlässlich der Verleihung des Karl-Heinz-Walther-Preises 2017 überrascht. Humorvoll „packten“ Intendant Uwe Brandt und Bernd Büttgens, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Stadt Aachen, unterschiedliche Programmpunkte aus, die eins gemeinsam hatten: Sie sorgten für beste Unterhaltung.

Unter Leitung seines neuen Vorsitzenden Reiner Bertrand hat der Förderverein des Theaters diesmal Fabio Piana den mit 2500 Euro dotierten Karl-Heinz-Walther-Preis zugesprochen — inklusive Urkunde und roten Schal, der an den Namensgeber des Preises, den langjährigen Intendanten Karl-Heinz Walther erinnert. Piana, der unter anderem in John Steinbecks „Von Menschen und Mäusen“ und zuletzt bei Sebastian Fitzeks Stück „Der Seelenbrecher“ auf der Bühne stand, bewies mit einer witzigen Verwandlung des Liedes „Alle meine Entchen“ in einen „coolen“ Song musikalisches und schauspielerisches Talent.

Wie ein roter Faden zog sich die Freude auf die nächste Galapremiere durch die Matinee: Regisseur Ulrich Wiggers bot das gesamte Ensemble von „Irma la Douce“ auf — das Musical startet am 15. Dezember. Es wurde gesungen, getanzt und erzählt. Maxine Kazis („Irma“) und Oliver Urbanski („Nestor“) plauderten in der Talkrunde über die Produktion und wie wichtig es ist, in den Bühnenpartner „ein bisschen verliebt“ zu sein. „Irma la Douce“, Rotlichtmilieu — auf diese etwas „schmale“ Brücke ließ sich Paul Kemen, Pressesprecher der Aachener Pollizei, ein — und fühlte sich in der Bühnenrunde sichtlich wohl.

Wie er seine Arbeit sieht? „Stets ein Balanceakt“, meinte er. „Oft ist unsere Arbeit sehr schwer, besonders bei tragischen Fällen oder beim Dauereinsatz im Hambacher Forst, der alle sehr belastet.“ Er war es, der auf die Idee kam, auch die heiteren Episoden ab und zu in den Polizeibericht zu schreiben — etwa von der alten Dame, die die Polizei rief, weil ihr Fernseher bei Wetten, dass . . ?“ streikte — und die Beamten halfen. Oder vom kleinen Jungen, der sich über „Zwangsarbeit“ beschwerte, weil er aufräumen sollte. Viel Applaus für alle.

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