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Köln: Mann zwischen Flughafentoren erdrückt: Ursache weiter unklar

Köln : Mann zwischen Flughafentoren erdrückt: Ursache weiter unklar

Eine Woche nach dem tödlichen Unfall eines Verkehrsleiters am Köln-Bonner Flughafen ist weiter unklar, wieso der Mann von den riesigen Toren erfasst und erdrückt wurde. Es werde bei der Ursache weiter in alle Richtungen ermittelt, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft.

Ein Gutachten, das nach Medienberichten von einem Bedienfehler spricht, sei der Behörde nicht bekannt. Der 45-jährige Familienvater war am Donnerstag in der Lärmschutzhalle von den jeweils über 100 Tonnen schweren Türen erdrückt worden.

Ob ein technischer Defekt vorlag, sei weiter ungewiss, hieß es am Freitag bei den Ermittlern. Mehrere Zeugen, die zum Unfallzeitpunkt in der Halle waren, seien bereits befragt worden.

Ein Flughafen- Mitarbeiter sagte, in der Vergangenheit habe es immer wieder Probleme mit den Toren gegeben, worauf mehrere Einweiser auch hingewiesen hätten. Wenn starke Windböen tobten und in die Halle hineinwehten, könne dies zu einer Bewegung der Tore führen. Das Opfer sei an dem Platz erst seit April beschäftigt gewesen.

Nach Flughafen-Angaben sind die Tore nur mit einem komplizierten Mechanismus durch das Drücken von Knöpfen und Drehen von Schlüsseln zu öffnen. Der 45-Jährige war für die Abwicklung des Verkehrs auf den Vorfeldern zuständig und für die Bedienung der Tore speziell ausgebildet.