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Maastricht: Maastricht ist die Gourmet-Metropole

Maastricht : Maastricht ist die Gourmet-Metropole

Es tut sich was in der Top-Gastronomie unserer niederländischen Nachbarn und in Ostbelgien. Das wurde deutlich bei der Präsentation des neuen Guide Michelin Benelux 2005, die jetzt im Maastrichter Kongresszentrum stattfand.

Wichtigste Personalie ist, dass Sascha Cremers in den nächsten Wochen sein auch diesmal wieder mit einem Michelin-Stern geehrtes Restaurant Le Sapiche in Gulpen schließt. Der junge Starkoch stellt sich neuen Aufgaben, die zu den schönsten Hoffnungen berechtigen: Er übernimmt im belgischen Stevoort bei Hasselt den legendären Scholteshof, der einst von Koch-Genie Roger Souvereyns auf Zwei-Sterne-Niveau betrieben wurde.

Große Freude auch in Meerssen-Houthem vor den Toren Maastrichts. Das Restaurant des dort beheimateten Luxushotels Chateau St. Gerlach darf sich erstmals mit einem der begehrten Michelin-Sterne schmücken. Keine Überraschung dagegen, dass De Boterbloem in Heerlen nicht mehr in der Riege besternter Häuser auftaucht. Patron Leon Winthagen hatte bereits vor einem halben Jahr sein Restaurant in Het Vervolg umbenannt, um dort preiswertere Küche anzubieten.

Weiter auf die Rückeroberung des einst vorhandenen zweiten Sterns müssen warten die kulinarische Institution Zur Post im belgischen St. Vith, wo Chefkoch Eric Pankert in die gastronomischen Fußstapfen seines Vaters Arno getreten ist, sowie die edle Hostellerie Lafarque in Pepinster.

Kulinarische Hochburg der gesamten Euregio bleibt jedoch Maastricht. Hier gibt es mit den Restaurants Toine Harmsen, Chateau Neercanne und Tout a Fait nicht nur drei Ein-Sterne Restaurants, sondern mit dem Beluga auch ein Zwei-Sterne-Flaggschiff. Da bleibt die Sterne-Dichte diesseits der Grenze mit den Aachener La Becasse sowie St. Benedikt, dem Dürener Restaurant Hefter und der Randerather Burgstuben-Residenz vergleichsweise überschaubar.