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Aachen: Locker und klassisch: „Konzert ohne Frack” in der RWTH

Aachen : Locker und klassisch: „Konzert ohne Frack” in der RWTH

Die Idee stammt von ihm - „ist aber nicht neu”, gesteht Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch, denn schließlich gäbe es solche Kooperationen zwischen Hochschule und Musiktheater bereits in anderen Städten.

„Mir war es wichtig, den Brückenschlag zwischen gerade einer technischen Hochschule und der Musik zu versuchen”.

Mit der ersten Veranstaltung unter dem Titel „Konzert ohne Frack” will man also nun junge Leute ansprechen, auf sie zugehen und sie dort abholen, wo sie leben und studieren. Und das ist natürlich in der Hochschule.

Die Aachener- und Münchener-Halle im Hauptgebäude der RWTH wird so kurzerhand zum Konzertsaal für 700 musikinteressierte Geistes- und Naturwissenschaftler - vom Mediziner bis zum Maschinenbauer. „Der Beginn ist direkt nach den Nachmittags-Vorlesungen.”

Gerade der erste Schritt in die Weit der Musik sei entscheidend, denn Bosch ist sich sicher: „Die meisten kommen dann auch wieder”.

Ein Phänomen sei, dass gerade die jungen Leute, die bislang die Studentenkonzerte oder -aufführungen im Theater besucht haben, außergewöhnlich gut gekleidet erschienen seien und es so immer wieder zu einem Konflikt zwischen Angemessenheit und Steifheit kommen würde, der eben die erstmalig auf Kultur neugierigen Besucher abschrecke.

„Wir wollen einfach einmal schauen, wer hat Interesse und wen erreichen wir mit der Aktion”. Also wird auch Bosch an diesem Abend auf seinen Frack verzichten, verspricht aber. „Die Besucher sollen dennoch nicht den Eindruck haben, sie wären auf einer Probe”.

Neben den räumlichen Voraussetzungen entspricht dabei auch das musikalische Arrangement dem Konzept, und so hält Bosch für jeden Geschmack etwas bereit: Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur, die wohl klassischsten Beethoven-Sinfonie, für den „Klassiker an sich” und die „Symphonischen Tänzen” aus dem Musical „West Side Story” von Leonard Bernstein.

Das Konzert findet am Donnerstag, 23. Januar, 18 Uhr in der Aachener-und Münchener-Halle des RWTH-Hauptgebäudes, Templergraben, statt.

Karten sind für 5 Euro (für Studierende und Mitarbeiter der RWTH) und 10 Euro (für Interessierte) bei allen Zweigstellen unserer Zeitung, beim AStA, in den Fachschaften, beim RWTH-Filmstudio oder an der Theaterkasse erhältlich.