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Monschau: Lese-Marathon zwischen Heimbach und Himmerod

Monschau : Lese-Marathon zwischen Heimbach und Himmerod

Zwischen Trier und Aachen hat von Frühjahr bis Herbst die deutsche Literatur ihren festen Platz. Zum achten Mal geben sich beim Eifel-Literatur-Festival prominente Autoren die Ehre.

Ein echter Lese-Marathon erwartet die Besucher, wenn vom 25. April bis 14. November insgesamt 30 Veranstaltungen zwischen Heimbach und Himmerod, zwischen Monschau und Bitburg Literaturgenuss pur bieten.

Gleich die Auftaktveranstaltung am 25. April in Prüm mit Martin Walser, einem der wichtigsten Autoren der Gegenwart, macht deutlich, dass das Eifel-Literatur-Festi-val inzwischen zu einer Kulturveranstaltung ersten Ranges aufgestiegen ist. Dabei sind Iris Berben, Roger Willemsen, Pater Anselm Grün, Tom Buhrow, Senta Berger, Andrea Maria Schenkel, Dietrich Grönemeyer, Arved Fuchs und der Eifeler Krimi-Guru Jacques Berndorf.

In zehn Landkreisen

Das Festival ist diesmal in allen zehn Landkreisen der Eifel zu Gast, in Rheinland-Pfalz, NRW und auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

„Weltenbummler - Weltensammler” hat das Literaturbüro Eifel (Prüm) die aktuelle Reihe übertitelt, was für Festival-Initiator Josef Zierden auch ein Anlass ist, noch einmal auf die bescheidenen Anfänge im Jahr 1994 zu schauen. Inzwischen haben mehr als 130 Autoren den Weg in die Eifel gefunden, darunter Nobelpreisträger Imre Kertesz und auch literarische Größen wie Siegfried Lenz und Pavel Kohout.

„Die Eifel wird zur Literaturbühne”, verkündete bei der Programm-Präsentation in Monschau stolz Helmut Etschenberg, der Aufsichtsratsvorsitzende der Eifel-Toursitik, während Zierden an die „vielen kleinen Brückenschläge” erinnerte, die es möglich machten, dass das Festival immer mehr Grenzen sprengte.

Das Festival ist auch erstmals verbunden mit einem Internationalen Literaturpreis, der die Eifel als Literaturbühne international etablieren soll. Den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält die britische Autorin A.L. Kennedy, die als eine der wichtigsten zeitgenössischen Stimmen Großbritanniens gilt. Der Förderpreis (3000 Euro) geht an den Berliner Wolfgang Herrndorf.