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Bonn: Leoparden-Handtasche einer „Unsterblichen”

Bonn : Leoparden-Handtasche einer „Unsterblichen”

Angepasst war sie nie. Zarah Leander setzte mit Charme und Witz stets ihren eigenen Kopf durch.

Die unvergessene Schauspielerin und Sängerin („Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen”), die ihre größten Erfolge als UFA-Star in den 30er und 40er Jahren feierte, wird jetzt vom Bonner Frauenmuseum gewürdigt.

Die Dauerausstellung „Unsterbliche: Trude Herr, Marika Rökk und Zarah Leander” erinnert an drei ungewöhnliche Künstlerinnen, die aus traditionellen Rollen ausbrachen. Darin sieht Museumsdirektorin Marianne Pitzen ihre Stärken.

Grenzgängerinnen seien sie gewesen. „Sie waren alle drei so schön, weil sie mutig waren, gegen die Konventionen lebten und ihren eigenen Weg gingen.”

Die Idee für die Ausstellung hatte Curt Delander, ein Bewunderer besonders von Zarah Leander. 1994 überließ er seine Sammlung dem Stadtmuseum Bonn.

Leander (1907-1981), der Operettenlegende Rökk (1913-2004) und der Schauspielerin und Schlagersängerin Trude Herr (1927-1991) ist jeweils eine eigene Vitrine mit Fotos, Zeitungsausschnitten und Programmheften gewidmet, die an die größten Erfolge erinnern.

Aber auch kostbare Exponate sind zu bestaunen. Eine weiße Pelzstola, ein Leander-Original, erwartet den Besucher zu Beginn der Schau.

Auch das Abendkleid, das aus Anlass von Marika Rökks 75. Geburtstag gefertigt wurde, wird gezeigt: schwarz, tief ausgeschnitten, mit Pailletten und Strass besetzt.

Glanzstücke der Ausstellung sind die Devotionalien aus der UFA-Zeit. Eine Handtasche aus Gepardenfell lässt den Glamour des Stars lebendig werden.