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Köln: Leichtmobil bricht beim Crashtest zusammen

Köln : Leichtmobil bricht beim Crashtest zusammen

Wegen katastrophaler Crashtest-Ergebnisse hat der ADAC vor Leichtmobilen gewarnt, die von Februar 2005 an mit der neuen Führerschein-Klasse S gefahren werden dürfen. Die Fahrzeuge hätten im ADAC-Crashtest das bislang schlechteste Ergebnis erzielt, sagte am Montag in Köln Wilfried Klanner vom Testzentrum des Automobilclubs.

Die maximal 350 Kilogramm leichten Autos dürfen vom 1. Februar an in Deutschland von Jugendlichen ab 16 Jahren gesteuert werden.

„Das Ergebnis hat selbst die erfahrenen Ingenieure schockiert” sagte ADAC-Präsident Peter Meyer. Bei dem Test war ein Leichtmobil mit 40 Stundenkilometern gegen einen Kleinwagen geprallt. Dabei zerbrach die Karosserie des Fahrzeugs: Das Lenkrad drang zehn Zentimeter in den Innenraum ein, der Tank löste sich und Sprit trat aus. Gurthalterungen gaben nach und die Kopfstützen brachen ab. Im Ernstfall hätte dies zu schwersten Verletzungen der Insassen geführt. Die Autos seien „in keiner Weise für den Straßenverkehr geeignet”, sagte Meyer.

Höheres Verletzungsrisiko

Die Fahrleistungen des getesteten Albizia erwiesen sich im Straßentest als schlecht. „Man hat selbst in der Stadt Mühe, mit dem normalen Verkehr mitzuschwimmen”, so die Tester des ADAC. Mit einem Verbrauch von 4 Liter Diesel und einem Anschaffungspreis von knapp 12.000 Euro ist das getestete Leichtmobil kaum interessant für Führerscheinneulinge. Günstiger sind Quads - zweispurige, offene Fahrzeuge, künftig auch ab 16 Jahren mit dem Führerschein S zu fahren. Aufgrund der offenen Konstruktion haben sie im Vergleich zum Leichtmobil ein noch höheres Verletzungsrisiko.

Der ADAC fordert eine Helmpflicht für Quads und eine Verbesserung des Insassenschutzes bei den Leichtmobilen. Noch besser sei es, Kleinwagen für S-Führerscheinbesitzer auf 45 Stundenkilometer zu drosseln.