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Lehrer lügen für Kollegen

Lehrer lügen für Kollegen

Bochum. Vier Gymnasiallehrer aus Herne sind am Montag vom Bochumer Landgericht wegen uneidlicher Falschaussage zu Geldstrafen von bis zu 15.000 Euro verurteilt worden. Das Gericht geht davon aus, dass die Pädagogen im September 2004 im Rahmen eines Missbrauchsverfahrens gegen einen ehemaligen Kollegen im Zeugenstand gelogen haben.

Im Kern ging es um die Frage, ob sich Schüler oder Lehrer über unsittliche Übergriffe eines Sportlehrers im Unterricht beschwert hätten. Die Lehrer hatten das verneint. Die Richter halten sie jedoch für überführt.

Die 13. Strafkammer des Landgerichts geht davon aus, dass die Lehrer bewusst falsch ausgesagt haben, um sich aus der unangenehmen Missbrauchsgeschichte herauszuhalten. Die Lehrer wollen nun Revision einlegen.