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Aachen: „Last Night“: Kurpark Classix bieten Ungewöhnliches

Aachen : „Last Night“: Kurpark Classix bieten Ungewöhnliches

Die „Last Night“ der Kurpark Classix hätte den Gesamttitel „Feuerwerk“ verdient — und das nicht nur, weil nach bangen Wetterbeobachtungen feurige Garben den Himmel zu Händels Musik verzauberten.

Generalmusikdirektor Kazem Abdullah und das höchst motivierte Sinfonieorchester boten einen spannenden Konzertabend, der zu Anfang mit Ottorino Respighis „Pini di Roma“, einem gewaltigen Klanggemälde (inklusive Nachtigall), beeindruckte.

Hier wurde differenziert musiziert, mal fein, dann wieder kraftvoll. Außergewöhnlich: das sonic.art Saxophonquartett mit William Bolcoms „Concerto grosso“. Ruth Velten, Alexander Doroshkevich, Adrian Tully und Annegret Schmiedl sind Meister im Umgang mit diesem Instrument. Sie übertragen ihre Freude, die Lust am Spiel, das lebhafte „Gespräch“ der Saxofone untereinander auf ihr Publikum, das später am CD-Stand Schlange steht.

Schließlich Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67. Abdullah nähert sich unverkrampft dem berühmten Werk, sorgt für Temperament und Strukturen. Moderator Malte Arkona begleitet all das klug und ein bisschen frech. „Last Night“ — ganz ohne Pathos.

(sar)