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Köln: Ladendiebin versteigerte Beute im Internet

Köln : Ladendiebin versteigerte Beute im Internet

In einem Kölner Kaufhaus fiel jetzt eine Ladendiebin auf. Sie hatte Kinderkleidung für annähernd 1000 Euro stehlen wollen. Emittlungen ergaben, dass sie seit Monaten diesem illegalen Gewerbe nachging und die Ware anschließend im Internet verkaufte.

Der Handelskette auf der Hohe Straße fiel bereits seit Wochen eine sehr hohe Inventurdifferenz in der Kinderabteilung auf. Um der Sache nachzugehen, warf man in diesem Bereich ein besonderes Auge auf mögliche Ladendiebe.

Am Samstag fiel einem Ladendetektiv eine 35-jährige Frau auf, die versuchte, Kinderbekleidung einzustecken. Bei ihrer anschließenden Durchsuchung fanden hinzugerufene Polizeibeamte T- Shirts, Hosen und Mützen für annähernd 1000 Euro, die sie unbezahlt mit nach Hause nehmen wollte. Dabei handelte es sich ausschließlich um teuerste Markenbekleidung.

In der Wohnung der Frau stießen die Beamten auf weiteres Diebesgut im Wert von 2500 Euro - alles hochwertige Kinderkleidung. Dort stellten die Ermittler auch fest, dass sie bereits seit Dezember 2003 immer nur in derselben Kaufhausabteilung und jeweils nur gleichartige Kinderkleidung entwendete.

Im heimischen PC stellte sie die Ware in einer Internetauktion zur Ersteigerung frei. Wieviel Umsatz die Mutter eines Kleinkindes dabei gemacht hat, wird zurzeit noch geprüft. Sie erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen gewerbsmäßigen Ladendiebstahls.

Die Polizei weist in diesem Zusammengang darauf hin, dass sich Nutzer der einschlägigen Internet-Auktionen vor dem Handel unbedingt mit den Nutzungs- und Sicherheitsbestimmungen auseinandersetzen müssen. Diese stehen auf den jeweiligen Seiten der Anbieter zur Verfügung.

In dem beschriebenen Fall bestand im übrigen ein krasses Missverhältnis zwischen dem hohen Wert der Ware und dem angebotenen Mindestpreis. Das erscheint zwar als günstiges Schnäppchen, muss aber auch das Misstrauen des Bieters hervorrufen.