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Düsseldorf/Berlin: Kyrill-Schäden schlimmer als befürchtet

Düsseldorf/Berlin : Kyrill-Schäden schlimmer als befürchtet

Die Schäden durch den Orkan „Kyrill”, der Mitte Januar vor allem im Sauer- und Siegerland gewütet hatte, sind weit schlimmer als zunächst befürchtet.

Neuen Berechnungen zufolge liege die Schadenssumme bei mehr als drei Milliarden Euro und damit eine Milliarde über der bisherigen Schätzung, sagte der Vorsitzende des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Edmund Schwake, am Montag in Berlin.

Die nordrhein-westfälischen Waldbauern forderten Solidarität aus den anderen Bundesländern. Zur finanziellen Bewältigung der Naturkatastrophe müsse jetzt dringend das Forstschäden- Ausgleichsgesetz in Kraft gesetzt werden, sagte der Sprecher des Waldbauernverbands, Dietrich Graf von Nesselrode, am Montag in Düsseldorf.

Die Landesregierung habe Steuererleichterungen ohne Einschlagbeschränkung zugesagt. Nun zeichne sich aber ein Veto anderer Bundesländer ab. „Die Waldbesitzer in Nordrhein-Westfalen haben kein Verständnis dafür, dass ihnen bei vergangenen Sturmkatastrophen Solidarität abverlangt wurde und sie jetzt, wo sie um ihre Existenz kämpfen, von den anderen Ländern hängen gelassen werden”, kritisierte von Nesselrode.

Wegen der unerwartet hohen „Kyrill” -Schäden müssten die Schaden- und Unfallversicherer sogar insgesamt mit deutlich weniger Gewinn rechnen, sagte der GDV-Vorsitzende. Autoversicherungen seien von Orkanschäden dagegen eher wenig betroffen gewesen, hieß es.