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München: Kritik an der geplanten Kino-Klage

München : Kritik an der geplanten Kino-Klage

Die geplante Verfassungsklage der deutschen Kinos gegen das neue Filmförderungsgesetz stößt weiter auf Kritik.

Die Klage gefährde nicht nur die gemeinsame Basis der Filmwirtschaft gegenüber der Politik, sondern die Interessen der gesamten Branche, teilte am Montag der Bundesverband Deutscher Fernsehproduzenten in München mit.

Der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) hatte am vergangenen Donnerstag beschlossen, gegen die Erhöhung der Kinoabgaben für die Filmförderung in Karlsruhe zu klagen. In dem Gesetz sei keineswegs alles Wünschenswerte gelungen, sagte der Vorsitzende des Produzentenverbands, Bernd Burgemeister.

„Unverantwortlich”

Aber ein Gesetz, das eine schon lange geforderte Verbesserung für die Produktionswirtschaft darstelle, wegen einer Detailregelung insgesamt in Frage zu stellen, sei unverantwortlich.

Das Gesetz war am 1. Januar 2004 in Kraft getreten. Es sieht eine Erhöhung der Filmabgabe an die Filmförderungsanstalt für umsatzschwächere und kleinere Kinos um bis zu 33 Prozent vor.