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Tübingen: Konstantin Wecker auf Friedensreise nach Bagdad

Tübingen : Konstantin Wecker auf Friedensreise nach Bagdad

Der deutsche Liedermacher Konstantin Wecker möchte mit einer Reise in den Irak die Bevölkerung angesichts der Kriegsfurcht unterstützen und damit ein Friedenssignal setzen.

„Ich möchte mich mit den Menschen verbünden dort”, sagte Wecker, der am Sonntag nach Bagdad fliegen will. „Wenn man den Diktator Saddam Hussein entwaffnen will, darf man doch nicht die Bevölkerung kaputt machen, sondern muss sie stärken.”

Mit Unterstützung seitens der Bundesregierung kann Wecker jedoch nicht rechnen: Ein Sprecher des Außenministeriums bezeichnete am Freitag die Reise Weckers als „eine Privatsache”.

Es gelten die allgemeinen Reisehinweise und damit auch die Hinweise auf die möglichen Risiken. Insgesamt sei eine Reise in den Irak „nicht zu empfehlen”, betonte der Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Der 55 Jahre alte Sänger will mit einer Friedensdelegation von Frankfurt nach Bagdad reisen. Geplant sind Besuche in Kliniken, Universitäten und Kultureinrichtungen.

Zu den Teilnehmern der einwöchigen Reise gehören Künstler, Wissenschaftler und Ärzte. Initiator ist die Tübinger „Gesellschaft Kultur des Friedens”.