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Köln: Köln und Düsseldorf erneut im rheinischen Derby

Köln : Köln und Düsseldorf erneut im rheinischen Derby

Wer Böses wähnen wollte, könnte sagen: Die Bezirksregierung bereitet ihre eigene Auflösung vor. Doch unterschätzten jene das Selbstbewusstsein des Regierungspräsidenten und seiner Behörde.

Denn mit der derzeit auf Hochtouren laufenden Neustrukturierung ihrer sogenannten Mittelbehörde - mitten zwischen Landesministerien und Kommunalverwaltungen eben - wollen sich Hans-Peter Lindlar und die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit machen für das rheinische Derby: Köln gegen Düsseldorf.

Denn bis 2012 will die Landesregierung die nordrhein-westfälische Spezialität der beiden Landschaftsverbände, die fünf Regierungspräsidien und den Kommunalverband Ruhr, alle derzeitigen Mittelbehörden halt, durch nur noch drei Regionalverwaltungen ersetzen - je eine für das Rheinland, das Ruhrgebiet und Westfalen. Nur: Jeder der bisherigen Behördensitze möchte als solcher auch erhalten bleiben. Will heißen: Köln und Düsseldorf ringen um die Ehre der rheinischen Hauptstadt.

Die Kölner legen sich dafür organisatorisch ordentlich ins Zeug. Personell allerdings müssen sie - wie fast alle Landeseinrichtungen - spürbare Einschnitte hinnehmen. Allein in Kölns Niederlassung der Bezirksregierung werden bis Ende 2008 200 Stellen wegfallen. Ohne Entlassungen, wie Lindlar versprach, aber wer seine Stelle in Köln verliert, muss sich darauf einstellen, an völlig anderer Stelle im Land neu eingesetzt zu werden.

Insgesamt spart das Land 12.000 von 400.000 Stellen ein. Zum Nachteil für die Bürger soll das nicht werden. Für sie ändert sich - so sagt Lindlar deutlich - nur die Anlaufstelle bei Versorgungsfragen, und dass Kleinbetriebe in Umweltfragen künftig die Kommunen konsultieren müssen. Alles andere sind Umstrukturierungen, über die die Betroffenen informiert wurden.

Die Eckdaten: Neben Köln sind künftig Aachen und Bonn feste Standorte von Abteilungen der Verwaltung. Es soll keine Doppelzuständigkeiten mehr geben. Beispielsweise hat Köln die Zuständigkeit für die Polizei ganz abgegeben. Durch die Eingliederung andere Ämter, wie des in Bonn ansässigen Landesvermessungsamtes, wächst die Zahl der Mitarbeiter - trotz Stellenkürzungen. Vor Jahresfrist waren es 1082, aktuell sind es 1952. Und: Der RP firmiert unter neuem Logo, das nur ganz klein den Kölner Dom zeigt.

Alle Ansprechpartner auf einen Blick

Die Ansprechpartner in Fragen des Schwerbehindertenrechts, des Elternzeitgesetzes und des Elterngeldes in der Region:

Stadt und Kreis Aachen: Zollernstraße 10, 52070 Aachen, 0241/5198-0; Büro- und Besucheradresse bleibt aber Turpinstraße 198 in Aachen.

Kreis Düren: Bismarckstraße 16, 52351 Düren (Haus C), 02421/22-0

Kreis Heinsberg: Amt für Soziales und Senioren, Valkenburger Straße 45, 52525 Heinsberg, 02452/13-0

Soziales Entschädigungsrecht und Kriegsopfer übernimmt der LVR, Fachbereich 62, 50663 Köln.

Fragen zu arbeitspolischen Förderprogrammen an die Bezirksregierung Köln, Dezernat 34, 50606 Köln, 0221/147-0.

Berechtigte nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz wenden sich bitte an die Bezirksregierung Münster, Albrecht-Thaer-Straße 9, 48147 Münster.