Aachen: „Kleiner Horrorladen” im Grenzlandtheater

Aachen: „Kleiner Horrorladen” im Grenzlandtheater

Musical: Das muss keine teure, bombastische Licht- und Nebelorgie sein, zu der man extra per Bus oder Bahn anreisen muss. Wer handgemachte Musik, die einfachen Mittel des Theaters und die Nähe zur Bühne schätzt, der ist im „Kleinen Horrorladen” des Aachener Grenzlandtheaters goldrichtig.

Die Vorpremiere am Donnerstagabend endete mit langanhaltendem rhythmischen Applaus des Publikums. Stimm- und spielstarke Musicaldarsteller, beim Casting treffend ausgesucht aus 500 Bewerbern, sorgen für rund 90 vergnügliche Minuten.

Die durchweg lustige Parodie auf das Horrorfilmgenre mit der fleischfressenden Monsterpflanze „Audrey II” im Mittelpunkt unterhält mit schmissiger Rock- und Pop-Musik der munter auf der Bühne aufspielenden kleinen Band, herrlich überzeichneten Typen und endet als sympathische Parabel auf den allseits herrschenden Wunsch nach Ruhm und Reichtum und den mitunter teuren Preis, den eine solche Erfüllung kostet.

Kleinere Minuspunkte wie das ziemlich einfache Bühnenbild, fehlende Übergänge zwischen den Szenen und eine knapp gehaltene Geschichte, die etwas mehr ausgespielt sein könnte, sind dabei unterm Strich zu verschmerzen.

Die Premiere ist am Freitagabend im Grenzlandtheater in der Elisengalerie.

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