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Hamburg: Kinos kürzen nach Protest die Werbung

Hamburg : Kinos kürzen nach Protest die Werbung

Nach Protesten von Kinogängern gegen überlange Werbeblöcke wollen die Ketten Cinemaxx AG und UCI Kinowelt künftig Zeitlimits für ihr Vorprogramm einhalten.

Länger als 30 Minuten solle das gesamte Vorprogramm aus kommerzieller Werbung und Filmvorschauen künftig selbst bei Kassenschlager-Filmen in keinem Kino des Unternehmens mehr dauern, sagte Cinemaxx-Sprecher Arne Schmidt am Dienstag in Hamburg. Damit reagiere Cinemaxx auf Zuschauerproteste in der Weihnachtszeit.

Auch die Kinokette UCI verpflichtet sich nach Angaben eines Sprechers, ihren Zuschauern mehr als 20 Minuten kommerzieller Werbung plus einiger Minuten Filmvorschau vor dem Hauptfilm nicht mehr zuzumuten.

„Überlängen” des Werbeprogramms seien ohnehin nur in der Weihnachtszeit, bei Kassenschlagern und vor allem in großen Sälen von Großstadtkinos vorgekommen, betonte der Cinemaxx-Sprecher.

UCI-Sprecher Georg Welles wollte sich am Dienstag allerdings nicht festlegen, ob die Selbstverpflichtung auch noch im nächsten Weihnachtsgeschäft gelten wird: „Weihnachten ist traditionell die stärkste Werbezeit für die Kinos”, sagte Welles. „Einmal im Jahr kann man das als Zuschauer schon verkraften, zehn Minuten länger im Kino zu sitzen.”