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Mettmann: Kind von Betonrohr erschlagen: Ermittlungen gegen Bauleiter

Mettmann : Kind von Betonrohr erschlagen: Ermittlungen gegen Bauleiter

Nach dem Tod eines Neunjährigen auf einer Baustelle in Mettmann wird gegen den Bauleiter und den Geschäftsführer der Baufirma wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Es werde untersucht, ob die beiden Männer eine strafrechtliche Verantwortung für den Tod des kleinen Jungen tragen, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage. Der Junge war am Samstag beim Spielen von einem mehrere 100 Kilogramm schweren Rohr erschlagen worden.

Die Rohre sollen teilweise falsch gelagert gewesen sein, so dass das mehr als zweieinhalb Meter lange Unglücks-Rohr von einem Stapel rollen konnte. Zudem war die Baustelle zum Zeitpunkt des Unfalls ungesichert, also weder mit einem Bauzaun noch mit einem Warnschild versehen. Welche Auflagen und Vorschriften zwingend waren, müsse nun auch das Amt für Arbeitsschutz klären, sagte der Ermittler.

Acht Spielkameraden des Opfers im Alter von acht bis 13 Jahren hatten das Unglück aus nächster Nähe mitbekommen. Die für Kanalarbeiten bestimmten Betonrohre lagen bereits seit mehreren Tagen an der Baustelle. Nach dem Unfall am Samstag hatte die Polizei veranlasst, dass die Baustelle umzäunt wurde.