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Düsseldorf: Kfz-Gutachter soll Verkehrsunfälle fingiert haben

Düsseldorf : Kfz-Gutachter soll Verkehrsunfälle fingiert haben

Ausgerechnet ein Kfz-Gutachter soll in Düsseldorf Verkehrsunfälle fingiert haben, um Versicherungen zu betrügen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 41-Jährigen und seine mutmaßlichen Komplizen wegen insgesamt 62 Straftaten. Mehrmals hätten die Beschuldigten die Wagen unschuldiger Autofahrer gerammt und ihnen dann die Schuld zugeschoben. Fünf Unfälle sollen die Verdächtigen untereinander inszeniert haben.

Der 41-jährige Sachverständige habe dann überzogene Gutachten unter falschem Namen erstellt. Die Betrüger hätten so 75.00 Euro von Versicherungen erbeutet. Aufgeflogen sei das Gespann, als eine Autofahrerin, die in einen der Unfälle verwickelt worden war, Verdacht schöpfte und Anzeige erstattete.

Die 48-Jährige war beim Ausparken von dem Sachverständigen gerammt worden. „Unsereins würde ausweichen, wenn ein Wagen beim Ausparken ein bisschen auf die Straße ragt. Der hat drauf gehalten”, sagte Manfred Schubert von der Polizei Düsseldorf.

Dem Hauptverdächtigen drohen nun laut Staatsanwalt Alexander Klingberg mehr als ein Jahr Haft für geschäftsmäßigen Betrug, Urkundenfälschung, Prozessbetrug und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Zudem muss der Gutachter mit einem Berufsverbot rechnen. Den Beschuldigten droht auch von anderer Seite Ärger: Bereits zehn Versicherungen hätten Akteneinsicht beantragt - auch um möglichen weiteren Betrugsversuchen auf die Schliche zu kommen.