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Kerkrade: Kerkrade: Drei Opfer geborgen

Kerkrade : Kerkrade: Drei Opfer geborgen

Nach dem schweren Lastwagenunglück in Kerkrade haben Bergungstrupps am Samstag die drei Opfer tot geborgen.

Im Fahrerhaus des deutschen Lastwagens, der sich am Freitagmittag in ein Wohnhaus gebohrt hatte, lag die Leiche des Fahrers.

Außerdem entdeckten Einsatzkräfte in den Trümmern des größtenteils zerstörten Hauses zwei weitere Leichen, vermutlich Mitarbeiter eines im Haus befindlichen Supermarktes. Die Einsatzkräfte erwarteten zunächst nicht, noch weitere Opfer zu finden. Gewissheit soll nun eine genaue Durchsuchung des zerstörten Hauses bringen.

Entgegen ersten Befürchtungen stellte sich am Samstag heraus, dass neben dem Fahrer niemand weiter in dem Lastwagen war. Zwei weitere Hausbewohner, die zunächst auch als vermisst gemeldet worden waren, befinden sich in Urlaub.

Bei dem Unfall hatten am Freitagmittag vermutlich die Bremsen des mit schweren Stahlplatten beladenen Lastwagens versagt. Deswegen war er die abschüssige Straße herunter geradewegs in das Haus gerast. Dabei entstand vermutlich durch Kurzschluss ein Großfeuer, welches das Geschäftsgebäude und ein Nachbarhaus fast vollständig zerstörte. Wegen der großen Hitze hatten Retter mit Spezialhunden erst am Samstag in den Trümmern nach den Opfern suchen können.

Der Hausbesitzer warf unterdessen der Stadtverwaltung vor, nach früheren Unfällen zu wenig unternommen zu haben, um die gefährliche Stelle an einer Straßeneinmündung zu entschärfen. Der Unfallort am Fuß einer abschüssigen Strecke sei schon früher Schauplatz von zwei schweren Unfällen gewesen, sagte er. Der Lastwagenverkehr habe an dieser Stelle aber nicht abgenommen, sondern in den vergangenen Jahren sogar stark zugenommen.