Aachen: Karl-Heinz-Walther-Preis für Neda Rahmanian

Aachen: Karl-Heinz-Walther-Preis für Neda Rahmanian

Die Art, wie sie die Zartheit und zugleich eiserne Entschlossenheit eines Mädchens darstellte, die zur Frau reift, hat das Publikum offenbar überzeugt:

Gewinnerin des Karl-Heinz-Walther-Preises des Aachener Grenzlandtheaters ist Neda Rahmanian (24), die in der vergangenen Saison in der Shakespeare-Inszenierung „Romeo und Julia” die Julia spielte.

Intendant Manfred Langner und Kreisdirektor Helmut Etschenberg, Vorsitzender des Fördervereins des Grenzlandtheaters, dessen Mitglieder den jeweiligen Preisträger unter den Nachwuchsschauspielern des Hauses aussuchen, gaben den Namen der Gewinnerin am Donnerstagabend bekannt.

Neda Rahmanian wurde in Teheran geboren. Als sie fünf Jahre alt war, brachte sich ihre Familie vor dem Khomeini-Regime in Sicherheit und kam wie viele andere Verwandte vorher auch nach Deutschland. Bereits als kleines Mädchen träumte sie von der Bühne, in Rostock begann sie an der Hochschule für Musik und Theater ein Studium, das sie in diesem Jahr abschloss.

Bereits vor der Ausbildung nahm sie an einem Theaterkurs am Hamburger Schauspielhaus teil. 1999 spielte sie hier die Luise in „Luise nimm die Limonade” sowie in Schillers „Kabale und Liebe”, während des Studiums 2001 die „Antigone” am Volkstheater Rostock.

Ihr eigentliches Bühnendebüt als ausgebildete Schauspielerin gab sie in diesem Jahr am Grenzlandtheater in der Rolle der „Julia”. Seit Beginn der Spielzeit 2003/2004 ist Neda Rahmanian fest engagiert an den Städtischen Bühnen Osnabrück.

Verliehen wird die Auszeichnung am kommenden Samstag um 15 Uhr im Grenzlandtheater im Rahmen des 4. Aachener Theatertages. Wie üblich wird die Preisträgerin dabei mit einem eigenen kleinen Programm auftreten.

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