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Aachen: Karl-Heinz-Walther-Preis für Katja Kuhlmann

Aachen : Karl-Heinz-Walther-Preis für Katja Kuhlmann

Ganz unverkrampft tritt das junge Talent auf die Bühne des Grenzlandtheaters. Unschuldsvoll wie ein Kind gestaltet Katja Kuhlmann ihre kleine Pantomime mit roter Clownsnase, Ringelstrümpfen, einem rosa Ball - und Seifenblasen in allen Größen.

Die Welt entdecken, sich selbst spüren und auch Niederlagen einstecken - all das kommt beim Auftritt der jungen, in Aachen geborenen Schauspielerin zum Ausdruck.

Fast wie eine Schwester von Audrey Hepburn wirkte die grazile 25-Jährige, die zuletzt mit zwei ganz großen Rollen in „Das Tagebuch der Anne Frank” und in „Sofies Welt” das Publikum begeistert hatte. Auch in etlichen kleineren Rollen, vor allem aber als eingeschüchterte Mary Warren in Ar-thur Millers „Hexenjagd”, konnte die Aachenerin, die im Eifelort Lammersdorf aufwuchs, gehörig Punkte sammeln.

Besonderer Dank der frischgebackenen Preisträgerin galt am Samstag ihrer Schauspieldozentin Olga Roma-nowskaja von der Theaterschule Aachen. Katja Kuhlmann ist die erste Absolventin der Aachener Theaterschule, die den begehrten Nachwuchspreis erhält.

Jugendlich funkelnd und frisch bleibt dieser Theaterpreis für begabten Bühnennachwuchs - auch nach elf Jahren - wohl immer. Denn er gilt ja den jungen Mimen, die ihre Laufbahn erst begonnen haben.

Preisgeld 2500 Euro

Die ungewöhnliche Würdigung, die auf Karl-Heinz Walther, den früheren, unvergessenen Intendanten des Grenzlandtheaters zurückgeht, ist nicht nur eine ideelle Anerkennung für junge Mimen, vielmehr können die „Ausgezeichneten” sich auch über ein Preisgeld von 2500 Euro freuen.

Die Laudatio von Hans Kauhsen, Vorsitzender des Grenzlandtheater-Fördervereins, würdigte treffsicher „den Fleiß, die Akribie und den Ernst” der Preisträgerin - nebst großem Talent seien es diese Eigenschaften, die sie selbst in kleinsten Rollen an den Tag gelegt habe.

Und natürlich versäumte Theater-Intendant Manfred Langner nicht, auf die Besonderheit der Auszeichnung hinzuweisen. Denn „keine hohen Herren” bestimmen den besten Kandidaten oder die preiswürdigste Mimin, sondern das Publikum selbst, innerhalb des Fördervereins.