Aachen: Karl-Heinz-Walter-Preis an Johannes Franke verliehen

Aachen: Karl-Heinz-Walter-Preis an Johannes Franke verliehen

Vielleicht haben seine Eltern ja zuweilen wie einst die von Heinrich Böll gestöhnt: „Was soll aus dem Jungen nur werden…?“ Nach etlichen Anläufen in verschiedene Richtungen schloss Johannes Franke 2003 seine Ausbildung an der staatlichen Schule für Artistik erfolgreich ab.

Im Kino-Film „Vergiss Amerika“ konnte der junge Mann ebenso überzeugen wie in TV-Rollen („Tatort“, „Polizeiruf“ oder „Soko Leipzig“). Und neben mehreren Theaterproduktionen tourt er deutschlandweit mit eigenen Bühnenshows, die er selbst inszeniert.

Einfach toll fanden ihn die Zuschauer im Aachener Grenzlandtheater schon vor einem Jahr, als er den todessüchtigen jungen Helden in „Harold und Maude“ verkörperte. Und zwar so lebensecht und überzeugend, dass sich der Förderverein des Theaters mit großer Mehrheit für den vielseitigen Schlaks als neuen Träger des Karl-Heinz-Walter-Preises aussprach.

Vereinsvorsitzender Hans Kauhsen hielt bei der Preisverleihung am Sonntag eine prägnante Laudatio auf den jungen Künstler und freute sich darüber, dass es sich hier um einen „echten Publikumspreis“ handelt, da die Mitglieder des Fördervereins und die Abonnenten die Gewinner wählen. Mit 2500 Euro ist der Preis ausgelobt, den unverzichtbaren roten Schal als Andenken an den Namensgeber, den einstigen GTA-Intendanten Karl-Heinz Walther, gab es selbstverständlich obendrein.

Franke bedankte sich herzlich und „verzauberte“ mit einer virtuosen Vorstellung als Diabolo-Artist. Und natürlich dürfte eine Dame im Publikum einen besonderen Glückwunsch an ihn richten: die wunderbare Renate Fuhrmann, seine Partnerin in „Harold und Maude“. Die spielte sie so grandios, dass sie vor kurzem ebenfalls einen Preis erhielt: den der Kurt-Sieder-Stiftung.

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