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Leverkusen: Jugend-Umweltgipfel der Vereinten Nationen in Leverkusen eröffnet

Leverkusen : Jugend-Umweltgipfel der Vereinten Nationen in Leverkusen eröffnet

In Leverkusen hat am Montag ein fünftägiger Jugend-Umweltgipfel der Vereinten Nationen begonnen. Daran nehmen 180 junge Umweltschützer aus 85 Ländern teil.

Achim Steiner, Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP, sagte, die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sollten später in ihren Heimatländern leuchtende Vorbilder im Umweltschutz werden. Auf Kritik stieß die Finanzierung des Treffens durch die Bayer AG. Die Coordination gegen Bayer-Gefahren, ein Verbund von Kritikern des Pharma-Konzerns, forderte die UN auf, ihre Zusammenarbeit mit Bayer zu beenden.

„Lobbyisten von Bayer bekämpften in der Vergangenheit sämtliche Anstrengungen zum Umweltschutz - vom Kyoto-Protokoll bis hin zur EU-Chemikaliengesetzgebung”, bemängelte ein Sprecher des Verbunds. Zudem produziere Bayer eine große Zahl gefährlicher Produkte: „Die Kooperation mit einem Umweltsünder wie Bayer beschädigt die Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen.”

Der ehemalige UNEP-Direktor und frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) sagte dagegen, die UN suchten ganz bewusst die Zusammenarbeit mit Konzernen. „Ich sehe das als wirkliche Notwendigkeit, damit man auch weiß, welche Gesichtspunkte wirtschaftliche Entscheidungsträger einbringen wollen.”

Er glaube nicht, dass Bayer die Veranstaltung missbrauche, um sich ein grünes Image zu geben: „Wir haben heute einen so kritischen Journalismus, wer sich da nur ein grünes Mäntelchen umhängen will, ohne wirklich was zu tun, der wird sehr schnell teuer dafür bezahlen”, sagte Töpfer.