Hückelhoven: Johannes Oerding auf dem Sommerfestival Hückelhoven

Hückelhoven: Johannes Oerding auf dem Sommerfestival Hückelhoven

„Oh, ho, ho — oh, ho, ho“, diese makante Songzeile von Johannes Oerding hätte das Publikum wahrscheinlich noch gesungen, bis die Sonne über dem Fördertrum von Schacht 3 wieder aufgegangen wäre. Doch irgendwann war Schluss.

Die Band und die Konzertbesucher gingen wieder zurück in eines ihrer „Hundert Leben“. Für gut anderthalb Stunden aber hatten 2500 Menschen auf dem ehemaligen Zechengelände im Zentrum von Hückelhoven beim Festival „Sommermusik Schacht 3“ dieses Gemeinschaftsgefühl, das die Konzerte von Johannes Oerding auszeichnet.

Für ihn selbst war es ein kleines Heimspiel, nicht allzu weit weg hatte der derzeit sehr erfolgreiche Popsänger am schönen Niederrhein das Licht der Welt erblickt. So waren viele da, die ihn auf seiner Karriere begleitet haben. Es ging um Liebe und das Leben im Allgemeinen. „Wir haben viel erlebt. ’Ne Geschichte, die uns ewig bleibt. Und haben viel gesehen. Dass es gut für hundert Leben reicht... “

Solche Zeilen verbinden. Man nimmt es Johannes Oerding auch als Nichtfan ab, dass er es ehrlich meint, wenn er sich zum Beispiel am Ende des Konzertes dafür bedankt, dass das Publikum „heute Abend Bock auf Live-Musik hatte“.

Den Song „100 Leben“ gab es an diesem Abend von Oerding und seiner Band gleich zweimal — einmal zu Beginn und dann als Zugabe. Genau genommen sogar ein drittes Mal, als das Publikum noch lange solo nach dem ersten Mal gesungen hatte. Und danach? Da passte der Song „Ich will noch nicht nach Hause“ perfekt.

(defi)
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