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Aachen: Janosch Maier mit Karl-Heinz-Walther-Preis ausgezeichnet

Aachen : Janosch Maier mit Karl-Heinz-Walther-Preis ausgezeichnet

So beginnen vielversprechende Karrieren: Nach seinem ersten Engagement im Aachener Grenzlandtheater wurde Janosch Maier gleich mit dem Karl-Heinz-Walther-Preis des Fördervereins für seine Rolle in „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ ausgezeichnet.

In dem Stück von Eugene O’Neill verkörperte er empfindsam den Edmund und hinterließ damit offenbar einen bleibenden Eindruck beim Publikum. Dafür nahm Maier am Sonntag an seiner Wirkungsstätte sichtlich aufgeregt den mit 2500 Euro dotierten Preis für junge Darsteller entgegen.

Frisch von der Schauspielschule war dieses Stück unter der Regie von Ulrich Wiggers seine erste große Rolle. Maier bedankte sich mit einem kleinen, mehrteiligen Bühnenstück beim Publikum, in dem er sich selbst interviewte und eine musikalische Eigeninterpretation des Police-Hits „Message in a Bottle“ spielte.

Während der Arbeiten zu „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ habe er sowohl von Regisseur Wiggers wie auch von seinen Schauspielkollegen viel gelernt, sagte er. Besonders Ersterer habe viel Geduld bewiesen, wenn er sich etwa bei der Probe nicht genau an dessen Anweisungen gehalten habe, sich dann daran erinnert hätte und deswegen aus dem Spielrhythmus gefallen sei.

Janosch Maier ist nun der 20. Preisträger und erhielt dafür sowohl eine Urkunde als auch den für den damaligen Grenzlandtheater-Intendanten Karl-Heinz Walther so typischen roten Schal, den er zu jeder Tages- und Jahreszeit getragen hat. Für Maier, der derzeit sowohl an einem Musikprojekt arbeitet und sich nach neuen Rollen umsieht, sicherlich eine Empfehlung für höhere schauspielerische Weihen.