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Bonn: Impfung gegen Blauzungenkrankheit kommt voran

Bonn : Impfung gegen Blauzungenkrankheit kommt voran

In Nordrhein-Westfalen sind bisher 78.000 von rund einer Million gemeldeter Rinder gegen die Blauzungenkrankheit geimpft worden.

Von 15.000 Schafherden, die zur Impfung angemeldet wurden, sind 3000 geimpft, wie die Landwirtschaftskammer NRW am Mittwoch in Bonn mitteilte. Die landesweite Impfung gegen die Blauzungenkrankheit, die in den vergangenen beiden Jahren hohe Schäden bei Schafen und Rindern verursacht hat, hat am 15. Mai begonnen.

Zunächst wurden in ganz NRW Schafe und Ziegen geimpft. Die Impfung der Rinder begann in Ostwestfalen-Lippe, da in diesem Teil Nordrhein-Westfalens die Krankheit bisher am wenigsten aufgetreten ist und somit die größte Gefahr für Neuinfektionen besteht. Anschließend folgen die übrigen Landesteile.

Im Abstand von drei bis vier Wochen erfolgt eine Wiederholungsimpfung. Bis Ende August soll die Impfaktion abgeschlossen sein. Nach den bisherigen Erfahrungen verläuft die Impfung unproblematisch, nennenswerte Nebenwirkungen sind bisher nicht aufgetreten.

Für Schafe besteht in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich Impfpflicht. Rinderhalter können eine Ausnahmegenehmigung beantragen, wenn ihre Tiere im vergangenen Jahr nachweislich mit der Blauzungenkrankheit infiziert waren. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer ist die Impfung die einzige wirksame Methode zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit.

Im vergangenen Jahr sind in NRW rund 30.000 Schafe und etwa 8000 Rinder an dieser Krankheit verendet oder mussten getötet werden. Hinzu kamen wirtschaftliche Folgeschäden, insbesondere durch eine reduzierte Milchleistung bei Rindern und durch Fruchtbarkeitsstörungen. Die Kosten der Impfung werden von der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen und dem Land übernommen.