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Köln: Im intimen Kreis: Foo Fighters

Köln : Im intimen Kreis: Foo Fighters

Heimlich, still und leise hatten sich vier Herren in Köln angesagt, um im intimen Kreis ihre neue Platte vorzustellen. Doch dabei ging es keineswegs beschaulich-ruhig zu: Die „Foo Fighters” hatten via E-Mail rund 300 ihrer treuesten Fans zu einem Exklusiv-Konzert eingeladen. Was die Jungs um Frontmann Dave Grohl dann auf die Bretter legten, war schon allererste Sahne.

Der Opener „All my Life”, Single des neuen Albums „One by One”, zeigte die Marschrichtung, in die sich die Foos entwickelt haben: klarer durchstrukturiert und rhythmisch wie stimmlich feiner nuanciert, wobei nichts vom gewohnten Druck verloren geht - Grohls Ausflug als Trommler der „Queens of the Stone Age” scheint der Band und den neuen Stücken richtig gut getan zu haben.

Der Sound ist trotz kleiner Anlage viel klarer als bei der letzten Tour, so dass auch die Nummern der letzten drei Platten voll zur Geltung kommen. Neben insgesamt sechs neuen Songs lassen die Foo Fighters es mit ihren Hits so richtig krachen.

Schlagzeuger Taylor Hawkins treibt die Band und die Fans exzessiv nach vorne. Und letztere gehen richtig mit, singen im Chor ganze Passagen von „Breakout”, und jubeln nach Klassikern wie „Hey Johnny Park”, „My Hero” und einer Zehn-Minuten-Version von „Monkey Wrench”.

Auch Foo-Gitarrist Chris Shifflet und Bassmann Nate Mendel hatten Platz zur freien Entfaltung, was sich nach rund anderthalb Stunden besonders im letzten Song „Everlong” eindrucksvoll niederschlug.

Den Foo Fighters war anzumerken, dass sie auf ihre Tour im Herbst brennen, nachdem am 21. Oktober die Platte erschienen ist. Bis dahin wollen sie mit auserkorenen Fangemeinden bei Clubgigs feiern. Und die Fans feiern ihre Helden - aber nicht heimlich, still und leise.