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Ihre Protestsongs prägten die Friedensbewegung

Ihre Protestsongs prägten die Friedensbewegung

New York. Ihr trotziges „We Shall Overcome” singt Joan Baez nur noch selten. „Ich bin doch keine Nostalgie-Jukebox”, wehrt die amerikanische Folksängerin ab, die an diesem Montag (9. Januar) 65 Jahre alt wird.

Viele Jahrzehnte führte sie die Friedensbewegung mit ihren Protestsongs an, engagierte sich in Chile, Argentinien, Kambodscha und Vietnam. Heute mischt sich die Ikone der Bürgerrechtsbewegung nur noch in Ausnahmefällen unter Demonstranten, zuletzt bei einer Mahnwache gegen die Todesstrafe für den Kinderbuchautor Stanley „Tookie” Williams.

Der neuen Joan Baez ist „die Musik wichtiger als die Botschaft”. Sie will „einfach nur schöne Lieder” singen, sagt sie. Ihre oft schrille Sopranstimme ist tiefer geworden, durch Gesangstunden auch besser ausgebildet.

Nach dem Start mit Folksongs, Balladen und Blues und Abstechern in die Country- und Popmusik hat Baez auf ihre alten Tage zu rocken begonnen. Schon im März kommt sie mit ihrer Band wieder nach Deutschland. Stationen ihrer Tournee sind München (23.3.), Frankfurt (24.3.), Hamburg (25.3.), Dresden (27.3.), Stuttgart (30.3.) sowie Düsseldorf (7.4.) und Berlin (8.4.).