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Nörvenich: Hubschrauber stürzte auf Feld bei Nörvenich

Nörvenich : Hubschrauber stürzte auf Feld bei Nörvenich

Fünf Soldaten der Bundeswehr sind am Donnerstagabend verletzt worden, als ihr Hubschrauber um 19.36 Uhr bei Nörvenich auf ein Feld stürzte.

Die Soldaten, die zum Lufttransportgeschwader 61 im bayerischen Penzing gehören, das in Nörvenich eine Außenstelle unterhält, befanden sich auf einem Ausbildungsflug, als ihre Maschine vom Typ Bell UH-1 D aus bisher unbekannter Ursache etwa 800 Meter südlich vom Fliegerhorst entfernt auf ein Feld aufschlug.

Oberstleutnant Hartmut Beilmann, Pressesprecher der Luftwaffe in Köln, betonte, dass es sich um einen Weiterbildungsflug gehandelt habe. Spekulationen, wonach ein Flugschüler am Steuerknüppel gesessen habe, wies er zurück.

Die fünf verletzten Soldaten wurden mit dem Rettungswagen ins Kreiskrankenhaus gebracht. Über die Schwere ihrer Verletzungen konnte die Luftwaffe am Morgen noch keine Auskunft geben.

Die Bell UH-1 D ist ein leichter Mehrzweckhubschrauber, der zum Personen- und Materialtransport, für Rettungsaufgaben und für Sonderaufgaben eingesetzt wird. Dieses Hubschraubermodell war auch in unserer Region viele Jahre als SAR-Rettungshubschrauber im Einsatz.
Die Maschine hat einen Hauptrotor und einen Heckrotor mit jeweils zwei Blättern. Sie wurde für die Bundeswehr (Heer und Luftwaffe) insgesamt knapp 300 mal angeschafft.

Der wegen seines charakteristischen Rotorgeräusches auch scherzhaft "Teppichklopfer" genannte Hubschrauber fliegt mit einer Reisegeschwindigkeit von 165 km/h und hat ohne Zusatztanks eine Reichweite von 410 Kilometern. Die maximale Flugzeit liegt bei zweieinhalb Stunden.