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Niederzier: Horror-Unfall zwischen Jülich und Düren: Drei Tote

Niederzier : Horror-Unfall zwischen Jülich und Düren: Drei Tote

Die Unfallursache ist unklar, die Konsequenzen sind furchtbar: Am Dienstag starben drei Menschen bei einem schweren Autounfall auf der Bundesstraße 56 in der Nähe von Niederzier-Krauthausen auf Höhe des „Pierer Waldes”.

Der 59-jährige Fahrer eines Audi mit Dürener Kennzeichen und zwei der vier Kinder, die in dem Fahrzeug gesessen haben, waren sofort tot.

Bei den Insassen handelte es sich um einen Mann aus Düren, der mit drei Enkelkindern im Alter von fünf bis zehn Jahren und einem weiteren Kind (13) in Richtung Heimat unterwegs war.

Aus ungeklärten Gründen war das Auto, aus Richtung Jülich kommend, um etwa 10.45 Uhr in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem schweren Lastkraftwagen eines Dürener Unternehmens kollidiert.

Der Laster wurde von einem 48-Jährigen aus Vettweiß gesteuert; er blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Der Großvater sowie die beiden jüngsten Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren waren sofort tot. Der 13-Jährige, ein Nachbarskind, das auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, konnte vor Ort wiederbelebt werden und wurde - lebensgefährlich verletzt - mit dem Rettungshubschrauber ins Aachener Klinikum gebracht.

Das vierte Kind im Alter von zehn Jahren liegt mit schweren Verletzungen im Dürener Krankenhaus. Als die Ersthelfer am Unfallort eintrafen, rauchte es aus dem Pkw. Auslaufende Betriebsstoffe waren dafür verantwortlich, so die Polizei. Die B56 war großräumig in beiden Fahrtrichtungen gesperrt und konnte erst um 16.30 Uhr wieder freigegeben werden. Die Polizei leitete den Verkehr ab.

„In solch schweren Fällen dauert die Unfallaufnahme sehr lange”, erklärte Polizeisprecher Willi Jörres.

Unter anderem setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, der aus der Luft Aufnahmen von der Unfallstelle machte. Warum der Großvater auf die Gegenspur kam, wird weiter ermittelt. Insgesamt waren sieben Rettungswagen im Einsatz, zudem zwei Hubschrauber. Notfallseelsorger waren vor Ort.

Im Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen bittet die Polizei Unfallzeugen oder Ersthelfer dringend, sich mit der Einsatzleitstelle der Polizei unter Telefonnummer 02421 949-2425 in Verbindung zu setzen.