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Amsterdam: „Hells Angels” regelrecht hingerichtet

Amsterdam : „Hells Angels” regelrecht hingerichtet

Die drei Limburger „Hells Angels”, deren Leichen am 13. Februar 2004 in einem Bach bei Echt gefunden wurden, sind mit besonderer Brutalität um Leben gebracht worden. Das geht aus der Anklageschrift hervor. Danach wurden bei der Obduktion in den drei Leichen insgesamt 18 Kugeln gefunden.

Den Opfern war bei dieser „Hinrichtung” im Oirsbeeker Clubhaus der „Nomads” (so nennt sich die Limburger Abteilung der „Hells Angels”) in Kopf, Herz, Nacken, Bauch und Hand geschossen worden. Außerdem berichten die Gerichtsmediziner von Schädel- und Kieferbrüchen.

Zeugen hatten beobachtet, dass ein Mann aus dem Fenster fiel und dann auf grobe Weise wieder ins Gebäude geholt wurde. In der Nähe des Clubhauses wurden am Abend der Morde auch Schüsse gehört.

Vor dem Amsterdamer Gericht wollten die 15 Angeklagten am Donnerstag keine Angaben zu den Vorfällen machen. Unterdessen ist klar, dass Kronzeuge Angelo D. nach dem Prozess eine neue Identität erhält und seine Kinder in Sicherheit gebracht werden.

D. hat sich mit seinen Aussagen nicht nur Feinde bei den „Hells Angels” gemacht, sondern auch bei den kolumbianischen Lieferanten der knapp 300 Kilogramm Kokain. Der Streit darum war Auslöser der Morde gewesen.