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Amsterdam: Heineken-Erbin reichste Niederländerin

Amsterdam : Heineken-Erbin reichste Niederländerin

Nicht Königin Beatrix, sondern die Tochter und Erbin des Biermagnaten Fredy Heineken, Charlene de Carvalho-Heineken, ist die reichste Frau der Niederlande. Ihr Vermögen beträgt rund fünf Milliarden Euro.

Nur die Familie Brenninkmeijer, die den Warenhauskonzern C&A besitzt, ist mit 15 Milliarden Euro noch reicher als die Bierbrauerstochter.

Königin Beatrix der Niederlande rangiert mit einem geschätzten Vermögen von rund einer Milliarde Euro nur auf dem 21. Platz in der Rangliste der superreichen Niederländer, die die Zeitschrift „Quote” zum Jahresanfang 2007 präsentierte.

Das niederländische Staatsoberhaupt liegt damit noch hinter Harold und Corinne Goddijn, dem Erfolgsehepaar, welches das Navigationsunternehmen Tom Tom besitzt und mit deren „Navis” wir uns inzwischen überall auf der Welt durch das Verkehrsgewühl lotsen lassen können.

Medienunternehmer John de Mol, der Bruder von Linda und Erfinder des TV-Formats „Big Brother”, rangiert auf Platz elf der Milliardärsrangliste in Holland. Geschätztes Vermögen 1,6 Milliarden Euro. Sein Vermögen ist im Jahresvergleich allerdings um 13 Prozent geschrumpft. Denn John de Mol hat derzeit beruflich wenig Erfolg. Der von ihm betriebene private TV-Sender Talpa, den er gerade in „Tien” umtaufte, verschlingt viel Geld.

De Mol muss jährlich rund 70 Millionen Euro zuschießen, weil die neuen Programme seines Fernsehsenders beim Publikum einfach nicht ankommen.

Neu in der Liste der niederländischen Milliardäre ist Marcel Boekhoorn, dessen Vermögen in einem Jahr um 170 Prozent auf jetzt rund eine Milliarde Euro stieg. Boekhoorn verkaufte sein Telekomunternehmen Telfort an den Konkurrenten KPN Telecom. Als Vermittler dieses Geschäfts trat Cees van der Hoeven auf.

Van der Hoeven, unter dessen Leitung der niederländische Supermarktkonzern Ahold im Februar 2003 wegen eines Bilanzfälschungsskandals an den Rand des Ruins rutschte, kassierte aus dem Telfort/KPN-Deal eine satte Provision. Sie betrug 40 Millionen Euro.

Nach seinem Freispruch in der Ahold-Bilanzfälschungsaffäre ist van der Hoeven nun weiterhin als Berater für den neuen Milliardär Marcel Boekhoorn tätig.