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Brüssel: Heftige Unwetter in Belgien

Brüssel : Heftige Unwetter in Belgien

Heftige Regenfälle und Gewitter sind am Montagabend über Belgien hinweggezogen. Vor allem rund um Charleroi tobte das Unwetter und sorgte für Überschwemmungen und Schlammlawinen.

In einen Signalmast am Bahnhof von Gent Sint-Pieters schlug der Blitz ein.

Auf der Strecke Hasselt-Sint Truiden blockierten heruntergestürzte Äste die Gleise. Auf der Route Diskmuide-Veurne setzte ein Blitzschlag die Signaltechnik außer Betrieb. Busse übernahmen den Weitertransport der Fahrgäste, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Abend.

In der Region Leuven und im Stadtzentrum brachen durch Blitzeinschläge mehrere Dachstuhlbrände aus, die jedoch schnell gelöscht werden konnten. Zahlreiche Keller liefen voll. Die Feuerwehr in Leuven ist voraussichtlich noch Stunden im Einsatz.

In Hoegarden verursachte das Unwetter an verschiedenen Stellen Schlammlawinen. Betroffen war auch die E40, wo an den Anschlussstellen Tienen und Haasrode Schlamm den Verkehr behinderte.

In Südwest-Flandern war die Gemeinde Wulvergem (Heuvelland) am schlimmsten betroffen. Dort stand gegen 19 Uhr der gesamte Dorfkern unter Wasser.

Die Feuerwehr in Gent bekam zwischen 17.30 und 19 Uhr rund 30 Notrufe. Hier waren vor allem Keller und Garagen vollgelaufen. Etliche Straßen standen unter Wasser, doch weil das Gewittter rasch weiterzog, entspannte sich die Lage auch schnell wieder.

Am stärksten Betroffen war der Bahnverkehr rund um Charleroi. Viele Züge fielen aus oder hatten Verspätungen bis zu 30 Minuten. Die Feuerwehr in Charleroi verzeichnete am Spätnachmittag mehr als 150 Anrufe. Auch auf den Autobahnen rund um Namen, Charleroi und Bergen ging es zeitweise nur noch im Schrittempo voran. Betroffen war auch der Ring um Brüssel.

Auf der E42 von Bergen nach Lüttich war in Onoz Endstation, wo beide Fahrbahnen unter Wasser standen.