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Aachen: Haus Eich als Dach: Neue Bestimmung für Bistumsgebäude

Aachen : Haus Eich als Dach: Neue Bestimmung für Bistumsgebäude

Ganz am Anfang, also im Jahr 1732, war Haus Eich ein Gutshaus. 1951 kaufte das Bistum Aachen das damals arg vom Krieg gebeutelte Anwesen im Aachener Südviertel.

Ein Internat für auswärtige Schüler des angrenzenden Pius-Gymnasiums wurde eingerichtet. Ab 1978 war der einstige Bauernhof eine Jugendbildungsstätte, die zum Jahresende 2005 - die Diözese hatte kurz zuvor ihre Finanznot er- und bekannt - jedoch geschlossen wurde.

Jetzt hat Haus Eich wiederum eine Zeit des Wandels hinter sich gebracht: Morgen verleihen Manfred von Holtum, als Generalvikar Verwaltungschef des Bistums Aachen, und Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Leiter der Hauptabteilung Pastoral/Schule/Bildung, dem Gebäude nach einer Messe einen neuen Segen.

Künftig ist es eine Art Dienstleistungszentrum für ehrenamtlich in der katholischen Kirche tätige Menschen und für die Mitglieder der kirchlichen Jugendverbände.

Der wesentliche Sinn der ausgedehnten Umgestaltung, über deren Kosten sich der Finanzchef des Bistums, Joachim Eich, gestern jedoch beharrlich ausschwieg, sei es gewesen, bisher weit verstreut in diversen Liegenschaften untergebrachte Verbände und Dienststellen unter einem Dach unter zu bringen und so auch miteinander zu vernetzen.

So gibt es denn jetzt in Haus Eich unter anderem eine Auskunftsstelle für das Freiwillige Soziale Jahr, das Lager der Gepa, einer Handelsgesellschaft für Wein, Kaffee, Kakao, Honig und andere fair gehandelte Waren, das Büro der Regionaldekane, Bücher sowie andere Matarialien und viele andere Angebote mehr.

Bald soll dann noch die Diözesanbibliothek dazu kommen. Die historische Keimzelle ist übrigens verkauft worden; die moderneren Gebäude jedoch sind in kirchlicher Hand verblieben.

Über die alltägliche Nutzung hinaus, so Pfarrer Rolf-Peter Cremer gestern, will sich das Bistum für Großveranstaltungen offen halten. Nicht zuletzt deshalb wird die Kapelle von Haus Eich nicht zweckentfremdet, sondern weiterhin als geweihter Raum für Gottesdienste erhalten bleiben.