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Aachen: Hans Siemons, Aachener mit Leib und Seele

Aachen : Hans Siemons, Aachener mit Leib und Seele

Hans Siemons ist tot. Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur der „Aachener Volkszeitung”, heute „Aachener Zeitung”, starb vor einigen Tagen im Alter von 76 Jahren.

Hans Siemons war mit Leib und Seele Journalist und vor allem Aachener. Hier wurde er geboren, hier besuchte er das Kaiser-Karls-Gymnasium. Er studierte in Münster, Würzburg und Köln Geschichte, Germanistik, Philosophie und Publizistik.

Und schon war er wieder zurück in Aachen. Von 1954 bis 1956 volontierte er bei der AVZ und arbeitete anschließend zwei Jahre als Redakteur in der Lokalredaktion Aachen. 1959 wechselte er in die Politik-Redaktion, für die er 1962 als Ressortleiter Verantwortung übernahm.

Doch schon wenige Jahre später, 1966, zog es ihn in den Süden der Republik, wurde er zunächst stellvertretender Chefredakteur und 1970 Chefredakteur des renommierten katholischen Magazins „Weltbild” in Augsburg. 1984 kehrte schließlich doch wieder in seine geliebte Heimatstadt zurück: Er wurde stellvertretender Chefredakteur der AVZ und blieb es bis 1995.

Seine Liebe zu Aachen dokumentierte er in zahlreichen Büchern, die sich mit einem breiten historischen Spektrum der Kaiserstadt befassten. Das verraten Titel wie „Casanova in Aachen”, „Aachens junge Wilde aus dem Hörsaal”, „Kriegsalltag in Aachen” oder „Schlürfen und Schmatzen - Essen im alten Aachen”. Besondere Verdienste erwarb er sich mit dem zweiten Teil von „Aachens Geschichte in Daten”, der Fortschreibung des Klassikers von Bernhard Poll.

Die Beerdigung von Hans Siemons hat im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis stattgefunden.

(bm)