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Mönchengladbach: Gymnasiastin erstochen: Ex-Freund wegen Mordes angeklagt

Mönchengladbach : Gymnasiastin erstochen: Ex-Freund wegen Mordes angeklagt

Nach der Ermordung einer 17-jährigen Gymnasiastin in Mönchengladbach muss sich deren Ex-Freund vom 1. August an vor Gericht verantworten. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag.

Der 19-Jährige soll das Mädchen „aus extremer Eifersucht” mit 39 Messerstichen umgebracht haben. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Heimtücke und niedrige Beweggründe vor.

Die Tatwaffe, ein Butterfly-Messer, war von Spürhunden auf einem Feld entdeckt worden. Nach der Tat Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte der Schüler versucht, sich das Leben zu nehmen. Die 17-Jährige hatte sich von ihm nach zweijähriger Beziehung trennen wollen.

Bei einem klärenden Gespräch kam es zum Streit und die Schwester des Angeklagten hörte „panikartige Schreie” aus dessen Zimmer, die schließlich verstummten. Als ihr Bruder das Haus verließ, hatte sie in seinem Zimmer nach dem Rechten gesehen und die blutüberströmte Leiche entdeckt. Ein Notarzt hatte nur noch den Tod des Mädchens feststellen können.

Mehrere Mitschüler des Opfers mussten nach der Bluttat psychologisch betreut werden, der Oberstufen-Unterricht des Gymnasiums fiel aus. Der Schüler blieb neun Stunden verschwunden und wurde schließlich auf einem Feldweg mit tiefen Schnittwunden an Armen und Hals entdeckt, nachdem eine Anwohnerin Hilfeschreie gehört hatte. Er hatte versucht, sich Pulsadern und Halsschlagader aufzuschneiden, konnte aber mit einer Notoperation gerettet werden.