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Guter Start für "1aachen"

Guter Start für "1aachen"

München (an-o) - "Drei Länder - ein Standort: 1aachen": Unter diesem Motto präsentiert sich die Region Aachen seit gestern auf der Expo Real, der internationalen Gewerbeimmobilienmesse in München. Der Auftakt war viel versprechend, der 1aachen-Stand umlagert.

Drei Tage lang werben kommunale und privatwirtschaftliche Vertreter aus der Stadt Aachen, den Kreisen Aachen und Heinsberg und der Parkstad Limburg gemeinsam für den Wirtschaftsstandort Euregio. Die Messe gilt in Fachkreisen als die Veranstaltung schlechthin, auf der Standorte "gemacht" werden. Hier treffen sich Projektentwickler und Geldgeber, hier setzen sich Städte und Regionen im Wettbewerb um Investoren ins rechte Licht.

Da darf die Region Aachen natürlich nicht fehlen. Und sie präsentiert sich hervorragend, stellt ihre Vorzüge - Lage im Herzen Europas, einmalige Dichte an Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, Internationalität, kulturelle Vielfalt - selbstbewusst heraus.

Am gestrigen Tag der Regionen waren hochrangige Repräsentanten der Region angereist, darunter der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbauministerium, Achim Großmann, die Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Aachen und der Kamer van Koophandel en Fabrieken voor Zuid-Limburg, Michael Wirtz und Thijs Wöltgens, Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden, Carl Meulenbergh, Landrat des Kreises Aachen und der Bürgermeister von Heerlen, Dr. Hans Lurvink. In drei Talkrunden, moderiert von AZ-Redakteur Peter Sellung, erläuterten sie den zahlreichen Standbesuchern die Stärken der Region, ohne die Schwächen zu verschweigen.
So erklärte IHK-Präsident Wirtz, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Niederländern und Belgiern sei sehr gut, ja beispiellos, es sei aber "vermessen zu sagen, die Grenzen seien überwunden".

Zu unterschiedliche Gesetze

Die Gesetzgebung sei einfach noch zu unterschiedlich, bedauerte auch sein Kollege Wöltgens. Hier sei die Politik gefordert. Ähnlich argumentierten Linden, Meulenbergh und Lurvink, die allerdings bekräftigten, wie weit der Gedanke der StädteRegion in den Köpfen der Bürger bereits Fuß gefasst habe. "Die Bürger sind schon viel weiter als viele Politiker", meinte Meulenbergh.
Für ihn gibt es zur engeren Zusammenarbeit in der Region keine Alternative. Und durch die Messe sieht er sich in seiner Haltung bestätigt: "Wenn ich sehe, wie sich hier Köln/Bonn oder das Ruhrgebiet darstellt, bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass die Euregio stärker werden muss." Die Bundesregierung habe ein großes Interesse daran, gesetzliche Hürden bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit abzubauen, betonte Achim Großmann. Grenzregionen seien die "Werkstatt für Europa".