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Krefeld: Gut sieben Jahre Haft für Mordversuch im Maisfeld

Krefeld : Gut sieben Jahre Haft für Mordversuch im Maisfeld

Weil er eine junge Frau in ein Maisfeld in Nettetal gezerrt, vergewaltigt und zu ermorden versucht hatte, muss ein 21-jähriger Arbeitsloser für sieben Jahre und drei Monate hinter Gitter.

Das Krefelder Landgericht blieb mit der Jugendstrafe am Donnerstag nur knapp unter der Strafforderung der Anklage. Strafmildernd wertete das Gericht das Geständnis des jungen Sexualverbrechers. Er habe die Tat aus Frust darüber begangen, im Leben nichts geleistet zu haben und seine Wut an der Frau abreagiert, sagte die Richterin. Dabei habe er ihren Tod in Kauf genommen.

Der Hauptschulabbrecher hatte ausgesagt, sich zur Tatzeit in einer Lebenskrise befunden und unter Drogeneinfluss gestanden zu haben. Die Angestellte war nachts zu Fuß auf dem Rückweg von einer Betriebsfeier, als sie von dem jungen Mann zuerst angesprochen, eine Weile begleitet und dann plötzlich angegriffen wurde.

Die Frau hatte die mit großer Brutalität ausgeführte Attacke lebensgefährlich verletzt überlebt. Durch Fußtritte hatte die 24-Jährige Knochenbrüche im Gesicht erlitten. Weil sie vom Täter bewusstlos gewürgt worden war, drohte sie noch im Krankenhaus an den anschwellenden Verletzungen im Halsbereich zu ersticken.

Eine DNA-Spur am Tatort war dem Angeklagten zum Verhängnis geworden. Nach einem Einbruch war das DNA-Profil des Vorbestraften in die bundesweite Datenbank eingestellt worden. Spezialeinheiten der Polizei hatten den Sexualverbrecher mit 80 Beamten in Kaldenkirchen am Niederrhein festgenommen.

Die Beamten stürmten zeitgleich sechs Gebäude und entdeckten den Gesuchten schließlich in der Wohnung seiner Freundin.