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Kerkrade: Großes Talent am Klavier

Kerkrade : Großes Talent am Klavier

„Ich möchte ein erfolgreicher Musiker werden”, sagt der 1982 in Budapest geborene Martin Tchiba.

In nur zwei Stunden bewies er im Rahmen der Konzertreihe „Orpheo” in der Abtei Rolduc, dass er sich auf einem guten Weg befindet. Tchiba, der in Deutschland aufwuchs, trat bereits im Concertgebouw Amsterdam auf. Er gewann mehrere Preise. Auf seinem Programm bei Orpheo standen Werke von Denhoff, Debussy und Schumann.

Der deutsche Komponist Michael Denhoff (1955) ließ sich für seine „Skulpturen” von einer Bronzeskulptur inspirieren. Er sprach in einleitenden Worten persönlich über seine brüchige Klangpoesie, die nicht gerade zum Träumen lädt. Die nachfolgenden Werke hatten mehr Zusammenhang. Bei „Images” von Debussy entfaltete Tchiba gefühlvoll und zugleich entspannt die unterschiedlichen Facetten des Werkes.

Auch das letzte Stück, Schumanns „Carnaval op. 9”, fand durch Tchiba eine glänzende Interpretation. Seine Version dieser stürmischen und explosiven Miniaturen prägte technische Perfektion, die Schumanns Feinheiten aufnahm.

Tchiba wechselte scheinbar mühelos von kräftigem und wildem zu äußerst lyrischem Spiel und konzentrierte sich auf kraftvolle Fortissimi. Als Zugabe fügte er das Stück „Chanson” von Erwin Schulhoff hinzu. Die rund 150 Besucher spendeten kräftigen Beifall.

Infos im Internet: http://www.orpheo-euriade.net