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Aachen: Große Künstlernamen sorgen für großen Zulauf

Aachen : Große Künstlernamen sorgen für großen Zulauf

Auch wenn man genau hinschauen muss: Die Zahlen sind überaus erfreulich. Die Aachener Museen verzeichneten im vergangenen Jahr durchweg mehr Besucher.

Wobei selbstverständlich die großen Namen (Chuck Close im Ludwig Forum, Wilhelm Kalf im Suermondt-Ludwig-Museum) den Löwenanteil an dieser Tendenz hatten, wie auch Aachens Kulturdezernent Wolfgang Rombey, der die Zahlen am Donnerstag mit Olaf Müller vom städtischen Kulturbetrieb vorlegte, betonte.

Große Namen, offensives Marketing: Das soll auch in diesem Jahr und in der Folgezeit so bleiben, im Suermondt etwa mit Meisterzeichnungen um Rembrandt („Holland in Linien”), nicht zufällig direkt vor der Maastrichter Tefaf Anfang März, im LuFo mit dem Rumänen Dan Perjovschi, der ab Mai die Wandflächen im Forum komplett gestalten wird, und dem niederländischen Kreativpool van Lieshout ab September.

Im Ludwig Forum notierte man 63.697 Besucher, 53,5 Prozent mehr als 2006. Allerdings kamen davon „nur” 25.470 (2006: 24.647) ausschließlich für die Ausstellungen in die alte Schirmfabrik, der Rest zu Sonderveranstaltungen (10.929), Fremdveranstaltungen (12.382) oder zu den museumspädagogischen Angeboten (14.916). Doch auch diese Besucher, so Museumsleiter Harald Kunde, würden an das Haus gebunden und für die Kunst interessiert.

Das Suermondt-Ludwig unter der Leitung von Peter van den Brink verfährt nach dem Motto „weniger ist mehr”. 45.976 Besucher goutierten das, ein Anstieg von 123,18 Prozent. Davon waren 28.003 (2006: 16.264) reine Museumsbesucher, 4384 kamen zu Sonder-, 13.061 zu Fremdveranstaltungen vor allem der angeschlossenen Bar Museo und 528 zur Museumspädagogik.

Das Couven Museum profitierte auch von der Neuausrichtung unter der Leiterin Dagmar Preising und wurde von 21995 Menschen (plus 28,66 Prozent) besucht 14.772 kamen in die Ausstellungen (2006: 11.689), 3445 zu Sonder-, 3658 zu Fremdveranstaltungen und 120 zu den Angeboten der Museumspädagogen.

Das Zeitungsmuseum konnte die „reine Besucherzahl” mit 13.731 mehr als verdoppeln, hinzu kamen 1749 Menschen zu Sonderveranstaltungen - insgesamt plus 132,11 Prozent, was Meike Thüllen vom Förderverein neben den Wechselausstellungen auch auf die Ausweitung der Öffnungszeiten zurückführte.

Die Burg Frankenberg besuchten 7573 Menschen (plus 11,87 Prozent), wobei der Großteil (knapp 5000) allerdings Fremdveranstaltungen zuzurechnen war.

Einziger Ausreißer: Das Zollmuseum Friedrich am ehemaligen Grenzübergang Locht mit 1429 Besuchern (minus knapp 22 Prozent gegenüber 2006).