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Kreis Aachen: Grenzlandtheater: Coup zum Auftakt der Spielzeit

Kreis Aachen : Grenzlandtheater: Coup zum Auftakt der Spielzeit

Deutsche Erstaufführungen sind schon so einige auf den Brettern des Grenzlandtheaters über die Bühne gegangen.

„So 20 bis 25 alleine in meiner Intendanz. Das ist eigentlich keine Besonderheit”, sagt Manfred Langer. Doch mit Blick auf das Stück „Die 39 Stufen” spricht der Intendant von einem „richtigen Coup”. Denn dass ein Haus wie das Grenzlandtheater „ein Stück bekommt, hinter dem praktisch die halbe Welt her ist, das ist schon eine Sensation”.

Als Beleg für den Erfolg der „39 Stufen” darf getrost gelten, dass laut Langner in rund neun Monaten etwa 50.000 Zuschauer das Stück im Criterion Theatre am Piccadilly Circus sehen wollten.

Und so ist die Kriminalkomödie, die auf einem Spionagethriller von Altmeister Alfred Hitchcock basiert, eine der derzeit erfolgreichsten Londoner Theaterproduktionen - „die weiter ihren Weg machen wird”, ist Langner überzeugt - durch Deutschland und um die Welt. Zumal es auch schon an der US-Ostküste in Boston gespielt wird.

Gesehen hat Langner die Produktion in der britischen Hauptstadt zwar noch nicht, aber das Stück natürlich auch nicht blind gekauft. Will heißen: „Erst nachdem wir das Stück gelesen und geprüft haben, sind wir in das Rennen eingestiegen”, sagt Langner, der zwar als Intendant das letzte Wort hat und die Verantwortung für Erfolg oder Misserfolg trägt, aber auf eines Wert legt: „Das ganze Team ist sich einig, dass das ein tolles Stück ist.”

Erstmals wird es in Deutschland am 17. April in dem Haus in der Aachener Elisen-Galerie zu sehen sein. „Zahlreiche kleine und große Bühnen waren interessiert. Dass wir in dem Wettrennen die Nase vorne hatten, lag nicht nur daran, dass wir schnell und flexibel reagiert haben”, sagt Langer mit Blick darauf, dass der laufende Spielplan kurzerhand umgestellt wurde und das Stück „Der nackte Wahnsinn” erst im August gespielt wird.

Gewichtige Gründe seien zudem die Finanzen und die künstlerische Umsetzung gewesen. „Da wir bei unseren vielen Aufführungen auch einen hohen Auslastungsgrad haben, erhöhen sich entsprechend die Tantiemen, die wir zahlen müssen”, sagt Langner, der von 15.000 bis 20.000 Euro spricht.

Zudem setze der Verlag mit dem Zuschlag „das Vertrauen in uns, dass wir eine vernünftige Produktion auf die Beine stellen”, sagt Langner, der hofft, dass möglischst viele Menschen „den spannenden und gleichsam sehr komischen Stoff” sehen wollen.