Würselen: Grandiose Mischung: Christoph Titz und Band auf Burg Wilhelmstein

Würselen : Grandiose Mischung: Christoph Titz und Band auf Burg Wilhelmstein

Der Klangteppich, der sich an diesem Abend auf der Freilichtbühne der Burg Wilhelmstein ausbreitet, ist großartig. Beschwingt, mit immer neuen Klangfarben und -mustern. Ein lauer Sommerabend, wie er zu den teils lateinamerikanisch inspirierten Rhythmen gepasst hätte, war es zwar nicht. Aber gegen die frischen Temperaturen halfen warme Jacken und Decken.

Vor rund 400 Zuhörern präsentierte Christoph Titz sein „Frobeat“. Der 50-Jährige gilt nicht umsonst als Ausnahme-Trompeter. Einzigartig ist seine Mischung aus Jazz, Latin, Elektronik und Pop. Der in Aachen aufgewachsene und seit zwölf Jahren in Berlin lebende Musiker wurde von einer fünfköpfigen Band mit Volker Meitz an den Keyboards, Thomas Büchel an der Gitarre, Thomy Jordi am Bass, Matthias Trippner an den Drums und Alfonso Garrido an den Percussions begleitet — hohe musikalische Qualität.

Ein absoluter Höhepunkt des Abends war „Ibumania“, afrikanisch angehaucht und vor Lebensfreude nur so sprühend, mit einem fantastischen Solo an den Percussions. Mit Gastsängerin Pat Appleton, die für die erkrankte Astrid North eingesprungen war, bot sich dem Publikum ein wahrer Ohrenschmaus. Die Aachener Sängerin, die seit 1998 mit dem Klangkollektiv De-Phazz Erfolge feiert, war weit mehr als ein Ersatz.

Für ihren gemeinsamen Auftritt hatten Titz und Appleton Lieder über zwischenmenschliche Beziehungen ausgewählt, natürlich vor allem die Liebe wie im wunderbaren „A Dangerous Thing“. Begeisterter Applaus für einen besonderen Abend, der mit Small Talk und Autogrammen am CD-Verkaufsstand endete.